Nuklearmedizin allgemein | Nuklearmedizin Braunschweig
Nuklearmedizin allgemein | Nuklearmedizin Braunschweig
Nuklearmedizin allgemein | Nuklearmedizin Braunschweig

Was ist Nuklearmedizin?

Die Nuklearmedizin ist ein bildgebendes Verfahren, welches sich aus der Radiologie heraus entwickelt hat.

Für Diagnostik und Therapie werden kurzlebige, offene Radionuklide verwendet.

Die herausragende Bedeutung dieser Art der Untersuchung liegt in der funktionellen Bild­gebung: Mit Hilfe von medizinischen Groß­geräten können über die Verteilung, Anreicherung und Ausscheidung der schwach radioaktiven Substanzen Hinweise auf Organ­funktion, Stoffwechsel­lage und Durch­blutung erhalten werden.

Im Gegensatz zur konventionellen Radiologie werden in der Nuklear­medizin nicht nur Bilder aufgenommen, sondern „ kleine Funktions­filme“ gedreht.

So können beispielsweise

  • Metastasen eines Tumors durch die sogenannte „Aktivitäts­anreicherung“ dargestellt werden,
  • Wächterlymphknoten sichtbar gemacht 
  • Durchblutungsstörungen und
  • Entzündungsreaktionen sowie
  • Ausscheidungsstörungen über die Nieren nachgewiesen werden.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?

Die in der Medizin verwendeten schwachen Radio­nuklide entsprechen bei folgenden Unter­suchungen der natürlichen Strahlung oder der Strahlen­dosis, der der Patient bei einigen radiologischen Unter­suchungen ausgesetzt ist:

Schilddrüsenuntersuchung:

  • Strahlenexposition ca. 1 mSv – Vergleichbar mit der Strahlen­belastung durch einen Atlantikflug

Knochenszintigraphie:

  • Strahlenexposition ca. 3 mSv – Vergleichbar mit einer erweiterten Röntgen­aufnahme der Lunge

Nierenszintigraphie mit MAG 3:

  • Strahlenexposition ca. 0,8 mSv – Vergleichbar mit der Mehr­belastung an natürlicher Strahlung im Harz gegenüber Braunschweig, innerhalb eines Jahres

Myokardszintigraphie mit Tc-99 MIBI:

  • Strahlenexposition ca. 5 mSv – Vergleichbar mit einer Computer­tomographie

Nebenschilddrüsen-Szintigraphie:

  • Strahlenexposition ca. 4 mSv – Vergleichbar mit einer Computer­tomographie

Blutungsquellensuche:

  • Strahlenexposition ca. 5 mSv – Vergleichbar mit einer Computer­tomographie

Hirnrezeptrorenszintigraphie mit FP-CIT/ IBZM:

  • Strahlenexposition ca. 4,5 mSv – Vergleichbar mit einer Computer­tomographie

Schilddrüsenuntersuchung | Nuklearmedizin Braunschweig
Schilddrüsenuntersuchung | Nuklearmedizin Braunschweig
Schilddrüsenuntersuchung | Nuklearmedizin Braunschweig
Schilddrüsenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

Schilddrüsenuntersuchung

Ziel der Untersuchung?

  • Funktionelle Darstellung des Jodstoffwechsels der Schilddrüse

Wann wird die Untersuchung veranlasst?

  • Tastbare Knoten
  • Im Ultraschall festgestellter Knotenbefund
  • Funktionsstörungen der Schilddrüse (Über- und Unterfunktion)
  • Vergrößerung der Schilddrüse (Struma)
  • Druckgefühl oder Schmerzen im vorderen Halsbereich
  • Verdacht auf Fehlen oder Fehllage der Schilddrüse

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

  • Aktuelle Medikamente bitte mitbringen

Dauer der Untersuchung?

  • 40-60 Minuten

Untersuchungsablauf

  • Anamnese: gezielte Befragung über Ihre Schilddrüsen­erkrankung
  • Körperliche Untersuchung
  • Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und der Halsorgane
  • Blutentnahme und gleichzeitige Injektion der radioaktiven Substanz in die Armvene
  • Erstellung des Szintigramms nach 15-20 Minuten

Strahlenexposition?

  • Ca. 1 mSv – Vergleichbar mit der Strahlenbelastung durch einen Atlantikflug
Morbus Basedow | Nuklearmedizin Braunschweig

Morbus Basedow

Autonomie | Nuklearmedizin Braunschweig

Autonomie


Tumordiagnostik mit MIBI-Szintigraphie zur Abklärung von hypofunktionellen (=kalten) Knoten

Technetium-99m-MIBI ist ein unspezifischer radioaktiver Marker in der Tumordiagnostik, welcher früher für das differenzierte Schilddrüsenkarzinom und das Mammakarzinom verwendet wurde, in dieser Funktion aber inzwischen durch das PET-CT bzw. Mamma-MRT abgelöst wurde. Technetium-99m-MIBI reichert sich jedoch auch in gutartigem, normalem Gewebe an und wird heute hauptsächlich für die nuklearmedizinische Herzdiagnostik (bei koronarer Herzerkrankung) und Nebenschilddrüsendiagnostik zur Lokalisation von Nebenschilddrüsenadenomen bei primärem Hyperparathyreoidismus routinemäßig eingesetzt.

Aus der Papillon-Studie zur Schilddrüsenepidemiologie 2004 hat sich herausgestellt, dass in Deutschland fast jeder zweite Bürger ab dem 45. Lebensjahr – Männer und Frauen geleichermaßen -betroffen – einen Schilddrüsenbefund aufweisen, jeder 4. Bürger hat einen Knoten.

Gutartige Schilddrüsenknoten sind häufig – Schilddrüsenkrebs ist selten!

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Knoten bösartig ist, liegt bei 1:1.000. Das Ziel der Diagnostik besteht darin, die Möglichkeit von Krebs zu erkennen und entsprechend zu therapieren, was dann auf eine Schilddrüsenoperation hinauslaufen würde.

Die Basisdiagnostik von Schilddrüsenknoten setzt sich zusammen aus:

  • Anamnese und klinischer Befund,
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie) als wichtigster richtungsweisender Diagnostik,
  • Schilddrüsenszintigraphie mit Tc-99m-Pertechnetat (für Knoten ab 1cm); „kalte“, „warme“ und „heiße“ Knoten
  • Labor mit Thyreoglobulin (hTG) und Calcitonin-Screening zum Ausschluss eines C-Zell-Karzinoms

Die Ergänzungsdiagnostik von Schilddrüsenknoten setzt sich zusammen aus:

  • Feinnadelbiopsie (Punktion; Voraussetzung: keine starken Gerinnungshemmer)
  • MIBI-Szintigraphie als unspezifische Tumorszintigraphie

Sollte sich in der Basisdiagnostik ein auffälliger Schilddrüsenknoten zeigen, wird dieser mittels Ergänzungsdiagnostik weiter abgeklärt. Was ist ein auffälliger Knoten? Meist sind es die sogenannten „kalten“ Knoten mit im Ultraschall charakteristischen Echostrukturen, oft verbunden mit einem hohen Thyreoglobulinspiegel, die zu dieser erweiterten Diagnostik führen. Lässt sich der Knoten gut punktieren, wird die unproblematischer Feinnadelbiopsie durchgeführt. Häufig sind die Knotenbefunde nicht eindeutig und in großen Knotenstrumen schlecht zu diagnostizieren. Bevor eine Operationsempfehlung ausgesprochen wird, wird daher im Vorfeld eine MIBI-Szintigraphie zur Risikostratifizierung bezüglich Schilddrüsenkrebs durchgeführt.

Stellen sich Knoten in der MIBI-Szintigraphie – wie in der klassischen Schilddrüsenszintigraphie – negativ dar (=Match-Befund), so ist von einer fast 100%igen Gutartigkeit auszugehen und kontrolliertes Abwarten vertretbar. Stellen sich die Knoten allerdings positiv dar (=Mismatch-Befund), so besteht eine ca. 15-20%ige Wahrscheinlichkeit für Schilddrüsenkrebs (vor allem differenzierte Schilddrüsenkarzinome, selten Metastasen). Eine Feinnadelbiopsie wäre dann obligat und eine histologische Abklärung, das heißt Operation, anzustreben.


MIBI-Szintigraphie

Ziel der Untersuchung?

  • Lokalisation von Nebenschilddrüsenadenomen bei primärem Hyperparathyreodismus

Wann wird die Untersuchung veranlasst?

    • Beurteilung der potentiellen Bösartigkeit "kalter" Schilddrüsenknoten
    • Ausschluss einer Tumorerkrankung

    Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

    • Keine besondere Vorbereitung notwendig

    Dauer der Untersuchung?

    • Ca. 2 Stunden

    Untersuchungsablauf?

    • voarb: klassische Schilddrüsendiagnostik
    • Anamnese: Fragen nach Beschwerden, Operationen
    • Injektion der radioaktiven Substanz in die Armvene
    • Aufnahme der Schilddrüse nach 10 Minuten
    • Zweite Aufnahme der Schilddrüse nach 1 Stunde


    Herzszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Herzszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Herzszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

    Herzszintigraphie

    Ziel der Untersuchung?

    • Darstellung der regionalen Durchblutung der Muskulatur in der linken Herzkammer unter Ruhe- und unter Belastungs­bedingungen

    Wann wird die Untersuchung veranlasst?

    • Verdacht auf verengte Herzkranzgefäße
    • Druckbeschwerden im Herzbereich und zunehmende Luftnot
    • Kontrolle des Krankheitsverlaufes und Erfolgskontrolle der Behandlung z.B nach Herzinfarkt
    • Verlaufsbeurteilung nach Bypass-Operation oder Steht-Implantation

    Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

    • Ein ausführliches Aufklärungsgespräch erfolgt ca. 5 Tage vor der Untersuchung
    • Nach Absprache Absetzen folgender Medikamente zum Untersuchungs­termin: 
      – Kalzium-Antagonisten und Nitro-Präparate am Vortag
      – Beta-Blocker 2-3 Tage vorher
    • Am Untersuchungstag nüchtern erscheinen und keine Herz­medikamente einnehmen
    • Bitte bringen Sie 2 x 0,5l Flüssigkeit und eine keine fettreiche Mahlzeit mit

    Dauer der Untersuchung?

    • Die gesamte Untersuchung findet innerhalb eines Tages statt, die Dauer beträgt rund 3-4 Stunden

    Untersuchungsablauf?

    • Körperliche oder medikamentöse Belastung und Injektion der radio­aktiven Substanz
    • 15–20 Minuten Essenpause
    • Aufnahme über 20 Minuten im Liegen
    • 90 Minuten Ruhepause
    • Injektion der radioaktiven Substanz
    • 15–20 Minuten Essenpause
    • Aufnahme über 20 Minuten im Liegen

    Strahlenexposition?

    • Ca. 5 mSv – Vergleichbar mit einer Computertomographie
    Herzszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

     

    Herzszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

     

    Herzszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

     


    Nierenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Nierenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

    Nierenszintigraphie mit MAG 3

    Ziel der Untersuchung?

    • Darstellung der Funktion der Nieren und Bestimmung der Harn­ausscheidung

     Wann wird die Untersuchung veranlasst?

    • Lokalisations-, Funktions- und Größenbestimmung
    • Funktionsprüfung vor und oder nach einer Chemotherapie
    • Abklärung von Harnabflussstörungen und Reflex
    • Nierenentzündungen
    • Verschmelzungs-, Wander- oder Stauungsniere, Doppelniere

     Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

    • Unmittelbar vor der Untersuchung 1 Liter Flüssigkeit trinken

     Dauer der Untersuchung?

    • 40-60 Minuten

    Untersuchungsablauf?

    • 30 Minuten vor Beginn der Untersuchung: ausreichende Flüssigkeits­zufuhr
    • Injektion der radioaktiven Substanzen in die Armvene
    • Aufnahme der Nieren über eine Dauer von 30 Minuten im Liegen oder Sitzen
    • Eventuelle Gabe eines harntreibenden Medikamentes zur Entleerung der Nieren
    • Zwei Blutentnahmen nach der Aufnahme

    Strahlenexposition?

    • Ca. 0,8 mSv – Vergleichbar mit der Mehrbelastung an natürlicher Strahlung im Harz gegenüber Braunschweig, innerhalb eines Jahres
    Nierenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Nierenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

    Nebenschilddrüsenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Schilddrüsensprechstunde | Nuklearmedizin Braunschweig
    Nebenschilddrüsenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

    Nebenschilddrüsen-Szintigraphie

    Ziel der Untersuchung?

    • Darstellung einer vermehrt arbeitenden Neben­schilddrüse

    Wann wird die Untersuchung veranlasst?

    • Lokalisation einer zu viel arbeitenden Neben­schilddrüse
    • Suche eines ektopen NDS-Adenom

    Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

    • Keine besondere Vorbereitung notwendig

    Dauer der Untersuchung?

    • Ca. 2 Stunden

    Untersuchungsablauf?

    • Gezielte Befragung durch den untersuchenden Arzt (Anamnese)
    • Injektion des Radiopharmakons (Spritze)
    • Aufnahmen: nach 10 Minuten, 20 Minuten, 60 Minuten und 120 Minuten, jeweilige Dauer von 5 Minuten
    • Schichtaufnahme der Nebenschilddrüse im Liegen nach 60 Minuten, Dauer von 15 Minuten
    • Sonographie (zwischenzeitlich oder ausschließend)

    Strahlenexposition?

    • Ca. 4 mSv –Vergleichbar mit einer Computer­tomographie
    Nebenschilddrüsenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

     


    Entzündungsszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Entzündungsszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Blutungsquellensuche | Nuklearmedizin Braunschweig

    Entzündungsszintigraphie

    Ziel der Untersuchung?

    • Auffinden einer Entzündung

    Wann wird die Untersuchung veranlasst?

    • Bei Entzündungen unklarer Herkunft

    Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

    • Keine besondere Vorbereitung notwendig

    Dauer der Untersuchung?

    • 24 Stunden mit Unterbrechungen

     Untersuchungsablauf?

    • Anamnese
    • Injektion der radioaktiven Substanz in die Armvene
    • Erstellen der Aufnahmen des Körpers und einzelner Regionen nach 10 min, 120 min, 240 min und 24 Stunden nach Injektion

    Strahlenexposition?

    • Ca. 3 mSv
    Entzündungsszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

     


    Knochenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Knochenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Knochenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

    Knochenszintigraphie

    Ziel der Untersuchung?

    • Darstellung des Knochenstoffwechsels;  Auffinden von Knochen­entzündungen oder Metastasen bei bösartigen Tumor­erkrankungen

    Wann wird die Untersuchung veranlasst?

    • Metastasensuche
    • Entzündliche Gelenkerkrankungen
    • Unklare Schmerzsymptomatik
    • Rheumadiagnostik
    • Knochenentzündungen
    • Knochentumore
    • TEP-Lockerung (Lockerung eines künstlichen Hüft­gelenkes)
    • Unerkannte Frakturen

    Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

    • Keine besondere Vorbereitung notwendig

    Dauer der Untersuchung?

    • Ca. 3,5 – 4 Stunden

    Untersuchungsablauf?

    • Anamnese: Fragen nach Beschwerden, Operationen, Knochen­brüchen, Gelenk­erkrankungen
    • Injektion der radioaktiven Substanz in die Armvene
    • Sofortige Aufnahme des Körpers und einzelner Regionen
    • Zwischen Injektion und Aufnahme hat der Patient 2 Stunden Zeit, um ca. 1 Liter zu trinken
    • Zweite Aufnahme des gesamten Körpers und einzelner Regionen nach 2 Stunden

    Strahlenexposition?

    • Ca. 3 mSv –Vergleichbar mit einer erweiterten Röntgen­aufnahme der Lunge
    Knochenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Knochenszintigraphie | Nuklearmedizin Braunschweig

    Parkinsondiagnostik | Nuklearmedizin Braunschweig
    Parkinsondiagnostik | Nuklearmedizin Braunschweig

    Parkinsondiagnostik

    genauer: Hirnrezeptorenszintigraphie mit FP-CIT/ IBZM

     

    Ziel der Untersuchung?

    • Darstellung freier Dopamin-D2-Rezeptoren

    Wann wird die Untersuchung veranlasst?

    • Differenzierung zwischen essentiellem Tremor, Parkinson und Parkinson-ähnlichen Erkrankungen

    Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

    • Vorgespräch mit dem Arzt
    • Vor der Untersuchung wird ein schilddrüsen­schützendes Medikament verabreicht

    Dauer der Untersuchung?

    • Hirnrezeptorszintigraphie mit FP-CIT: Injektion des Radiopharmakons, 3 Stunden später werden Aufnahmen vom Kopf angefertigt – Dauer ca. 40 Minuten
    • Hirnrezeptorszintigraphie mit IBZM: Injektion des Radiopharmakons, 120 Minuten später werden Aufnahmen vom Kopf angefertigt –Dauer ca. 30 Minuten

    Untersuchungsablauf?

    • Ausführliche Befragung durch den untersuchenden Arzt
    • Schilddrüsenblockade mit Irenat
    • Nach 30 Minuten erfolgt die Injektion der radioaktiven Substanz in die Armvene

    Strahlenexposition?

    • Ca. 4,5 mSv –Vergleichbar mit einer Computer­tomographie
    Parkinsondiagnostik | Nuklearmedizin Braunschweig

     

     

    Parkinsondiagnostik | Nuklearmedizin Braunschweig

     

     


    Radiojodtherapie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Radiojodtherapie | Nuklearmedizin Braunschweig
    Radiojodtherapie | Nuklearmedizin Braunschweig

    Radiojodtherapie

    Die Radiojod-Therapie von Schilddrüsen­erkrankungen wird weltweit seit den 1950er Jahren durchgeführt. Durch statistische Unter­suchungen von weltweit millionenfach behandelter Patienten konnte so sicher­gestellt werden, dass durch die Radiojod­behandlung eine Zunahme von Schilddrüsen­krebs oder anderen bösartigen Erkrankungen – auch in jungen Jahren – nicht zu erwarten ist.
     
    Aus Strahlenschutz­gründen hat der Gesetzgeber in Deutschland entschieden, dass die Therapie nur stationär durchgeführt werden darf. Da hierbei Ihre Ausscheidungen (Urin, Stuhlgang, Duschwasser) aufgefangen werden müssen und erst nach Abklingen der Radioaktivität an das öffentliche Kanalnetz abgegeben werden dürfen, gibt es nur wenige Krankenhäuser in Deutschland, in denen diese Therapie angeboten werden kann.


    Radiojodtest

    Ziel der Untersuchung?

    • Bestimmung der notwendigen Joddosis für die Radiojodtherapie

    Wann wird die Untersuchung veranlasst?

    • In Vorbereitung der Radiojodtherapie wird der Radiojodtest durchgeführt, um zu bestimmen, wie hoch die zu erwartende Joddosis bei der eigentlichen Radiojodtherapie sein muss

    Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

    • 3-5 Tage vor der Durchführung der Untersuchung müssen nach individueller Absprache alle Thyreostatika abgesetzt werden: z.B. Propycil, Carbiazol, Favestan, Thiamazol, Methimazol.
    • Jod sollte möglichst gemieden werden, damit die Schilddrüse „Jodhunger“ bekommt.

    Dauer der Untersuchung?

    • Am ersten Tag planen Sie bitte ca. 2 Stunden Zeit ein
    • Am zweiten und dritten Tag sind jeweils 5–10 Minuten für die Messung einzuplanen

    Untersuchungsablauf?

    • Am Untersuchungstag kommen Sie bitte komplett nüchtern in unsere Praxis.
    • Es erfolgt eine Blutentnahme.
    • Sie bekommen die Kapsel verabreicht und haben ab jetzt 2 Stunden Wartezeit, nach 30 Minuten dürfen Sie dann etwas essen.
    • Nach 2 Stunden wird die 1. Aktivitätsaufnahme der Schilddrüse gemessen.
    • An den beiden darauf folgenden Tagen kommen Sie für 5–10 Minuten zur Messung der Jodaufnahme der Schilddrüse in unsere Praxis.
    Radiojodtherapie | Nuklearmedizin Braunschweig

     

     


    Die Radiojodtherapie

    Stationäre Aufnahme im Klinikum Braunschweig Salzdahlumer Straße

    Am Tag Ihrer stationären Aufnahme sollten Sie morgens normal frühstücken und Ihre regulären Medikamente einnehmen.

    Bevor Sie sich auf die Therapiestation begeben, müssen Sie sich über die Stationäre Aufnahme am Haupteingang des Klinikums Salzdahlumer Straße anmelden. Hierzu benötigen Sie eine quartalsaktuelle Einweisung ihres Hausarztes oder aus unserer Praxis und Ihre Versicherten­karte.

    Hiernach melden Sie sich beim Pflegepersonal auf der Station der Heimdialyse an. Um mit Ihnen ein Aufnahmegespräch durchzuführen und die Menüplanung abzusprechen, bitten wir Sie, sich um 9:00 Uhr auf der Station zu melden.

    Sofern Ihre Therapie von Freitag bis Sonntag geplant ist, können Sie nun ihr Zimmer beziehen und die Therapiekapsel in der Mittagszeit erwarten.

    Bitte jedoch noch nicht essen, damit die Aufnahme der Aktivität nicht blockiert wird. Ca. 30 Minuten nach Kapseleinnahme können Sie dann zu Mittag essen.

    Sollte Ihr stationärer Aufenthalt von Sonnabend bis Montag geplant sein, können Sie nach dem Aufnahmegespräch am Freitag nochmals das Krankenhaus verlassen und kommen nach individueller Absprache am Sonnabendvormittag zur Aufnahme direkt auf die Station der Heimdialyse.


    Weitere Informationen zum Radiojodtest und zur Radiojodtherapie finden Sie in der Rubrik Patienteninformationen


    Radiosynoviorthese (RSO) | Nuklearmedizin Braunschweig
    Radiosynoviorthese (RSO) | Nuklearmedizin Braunschweig
    Radiosynoviorthese (RSO) | Nuklearmedizin Braunschweig

    Radiosynoviorthese (RSO) des Kniegelenks

    Ziel der Behandlung?

    • Schmerzlinderung im Rahmen aktivierter Arthrosen oder Arthritis, Verbesserung der Beweglichkeit sowie Rückbildung der Gelenk­entzündung; damit einhergehend Reduzierung der Medikamenten­einnahme
    • Verbesserung der Lebensqualität

    Wann wird die Untersuchung veranlasst?

    • Allgemein bei Schmerzen im Rahmen chronisch entzündlicher Gelenk­erkrankungen
    • Entzündlich veränderte Gelenke im Rahmen rheumatischer Erkrankungen
    • Aktivierte Arthrose (entzündlich veränderte Gelenke im Rahmen einer Arthrose)
    • Hämarthrosis im Rahmen einer Hämophilie; Lyme Arthritis bei Borreliose
    • Synoviale Reizzustände im Zustand nach Endo­prothesen­implantation (Knie-TEP)

    Wie können Sie sich auf die Therapiemaßnahme vorbereiten?

    • Keine besondere Vorbereitung notwendig
    • Voraussetzung ist eine im Vorfeld durchgeführte Skelett­szintigraphie in 2 Phasen

    Dauer der Behandlung?

    • Ca. 15 min

    Untersuchungsablauf?

    • Anamnese (Fragen nach Beschwerden, Operationen, Knochenbrüchen, Gelenk­erkrankungen)
    • Lokalanästhesie (örtliche Betäubung)
    • Punktion des Kniegelenks und Injektion der radioaktiven Substanz (Yttrium-90)
    • Ruhigstellung des Kniegelenks für 72 Stunden, um zu verhindern, dass die radioaktive Substanz austritt (Toiletten­gang nur mit Gehhilfe).

    Risiken und Nebenwirkungen?

    • Nebenwirkungen sind selten und meist eher gering ausgeprägt
    • Es kann zu einer Strahlensynovialitis kommen. Hierbei ist das Gelenk geschwollen und überwärmt. Dies ist im Rahmen der Behandlung nicht selten und bildet sich in der Regel 14–21 Tage nach der Therapie zurück.
    • Selten treten geringe Reizzustände der Haut im Einstichkanal auf.

    Strahlenexposition?

    • Die Strahlung der bei der RSO verwendeten Substanz beschränkt sich nahezu nur auf die entsprechende Gelenk­region. Das angrenzende Gewebe wird aufgrund der nur geringen Strahlen­reichweite nicht geschädigt. Durch die Tatsache, dass die Substanzen fast ausschließlich in der Gelenkhöhle verbleiben, kann die Behandlung auch ambulant durchgeführt werden.
    Radiosynoviorthese | Nukelarmedizin Braunschweig

     


    Laboruntersuchung | Nuklearmedizin Braunschweig
    Laboruntersuchung | Nuklearmedizin Braunschweig
    Laboruntersuchung | Nuklearmedizin Braunschweig

    Laboruntersuchung

    Wir unterhalten ein eigenes Labor, dies garantiert uns kurze Transportwege und sichert die korrekte Behandlung der Proben (z.B. Kühlung).
    Zudem besteht so eine sehr gute Vergleichbarkeit der Serumwerte. Außerdem führen wir Auftragsarbeiten für Kooperations­praxen durch.